Im Winter nach Schweden fahren klingt wie im Sommer Plätzchen backen? Bevor ein großes „Warum fährt man freiwillig in noch kältere Gebiete als man sie eh zuhause hat?“ kommt, Entwarnung: Im Januar 2017 war es im Norden, genauer gesagt in Stockholm, mild. 3-5 Grad + Sonne (wenn auch nur bis 15 Uhr), zack, gebucht!
Bei uns geht es aber eher darum, WIE man reist. Und da man ungern von der harten Realität eingeholt und zu Boden gerissen wird, nimmt man doch lieber etwas mehr Gepäck mit als zu wenig. Sehr weise, denn aus 3-5 Grad wurden zeitweise -20 Grad. Und da man ja etwas vom schwedischen Lifestyle mitkriegen möchte, hat man sich nicht nur ins warme Hostelbett verzogen. So habe ich die Kältekammer Stockholm überlebt:

1. Der Zwiebellook
Unabdingbar: ein eng anliegendes Unterhemd, ein etwas weiteres Überhemd, zwei dünnere Pullover und einen bis zwei dicke Pullover. Das Beste daran ist, dass man diese Schichten nicht sieht und man sich deshalb nach Herzenslust austoben kann und trotzdem nie schlecht aussieht. Warum? Weil…

2. … man eine dicke Daunenjacke trägt!
Man kennt sie auch hier, die für Antarktis-Expeditionen hergestellten Daunenjacken mit Echtpelz (!), die zwar nicht besonders schick und figurbetont, aber dafür mit mindestens 700€ schön teuer sind. Ob ein solches Modell in Stockholm geholfen hätte? Genau eine Person habe ich damit dort herumlaufen sehen – eine Schwedin, die diese offen und ohne Mütze oder Handschuhe getragen hat. Hält anscheinend warm. Für alle anderen, die mehr auf Portemonnaie und Tierwohl setzen, tut es auch ein längerer Wintermantel, der mit echten oder unechten Daunen gefüllt ist. Auf was ich nicht verzichten konnte: Kapuze! Der Wind ist dort wirklich durch nichts anderes abzuhalten.

3. Basics: Mütze, Mütze, Schal, Schal, Handschuhe, Handschuhe
Natürlich, im Winter müssen diese drei Dinge sein… Aber ich hab vorsorglich einfach mal die doppelte Anzahl mitgenommen. Dicke Wollteile über dünnere Synthetikstoffe anziehen und schon ist es einem gar nicht mehr ganz so kalt. Für die Smartphone-Verrückten: Touchscreen-Handschuhe!

4. Dick, schick und bequem
Mit den Schuhen hat man die Qual der Wahl. Sehen sie gut aus, sind sie meistens nicht warm und andersrum. Außerdem: Wie bringt man Winterstiefel in den kleinen Handgepäckkoffer? Die Lösung war einfach nur praktisch. Ich hab immer dicke Stiefel mit Innenfell getragen, die dazu noch eine rutschfeste Sohle hatten (Eisglätte). Durch den unentwegten Schneefall hat einen sowieso niemand angeschaut und gefroren hab ich auch nur noch halb so viel.

Zauberhafte Stimmung - Stockholm im Winter

Das sind die Dinge, die im Koffer waren. Der Koffer selbst ist ein noch relativ neuer Hartschalenkoffer der Marke Bugatti, der in etwa so groß ist wie ein Wanderrucksack. Hier und da kann man ihn aber trotzdem etwas quetschen, sodass auch Süßigkeiten aus der Heimat hineingepasst haben sowie Suppen und Brezen für den abendlichen Snack in der eigenen Küche direkt neben unserem Zimmer.

Am besten so viel wie nur möglich vorher anziehen und so wenig wie möglich im Koffer transportieren. Spart Aufgabegepäck, man bleibt warm und vergisst garantiert keine Kleidungsstücke!

4 Gedanken zu „Kurztrip: Mit leichtem Gepäck nach Schweden und trotzdem nicht erfroren

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